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Eine Frau zu sehen

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Eine Frau zu sehen - Annemarie Schwarzenbach

Eine Frau zu sehen

Annemarie Schwarzenbach

St. Moritz, Weihnachten 1929: Im Fahrstuhl ihres Hotels trifft die junge Ich-Erzählerin auf eine geheimnisvolle Frau im weissen Mantel. Ihre Blicke begegnen sich, Sekunden nur, es fällt kein Wort, und doch: Dieser Moment verändert alles, weckt Hoffnungen und unstillbares Verlangen. Inmitten des ausgelassenen Wintersport-Treibens, umgeben von herausgeputzten Skifahrern, tanzenden Mädchen, werbenden Kavalieren und eifersüchtigen Freundinnen, wartet die junge Frau auf nur ein Wort, eine Geste der Angebeteten, um zu guter Letzt alle Warnungen in den Wind zu schlagen und allein ihrem Gefühl zu folgen. "Eine Frau zu sehen" ist ein Text voller Begehren und knisternder Erotik. Annemarie Schwarzenbach, die elegante Millionärstochter in Männerkleidung, der Männer wie Frauen zu Füssen lagen, schrieb das Buch "Eine Frau zu sehen" mit gerade mal 21 Jahren. Es ist ihr Coming-out, mit dem sie sich ebenso entschieden wie mutig über die gesellschaftlichen Urteile und moralischen Schranken ihrer Zeit hinwegsetzte.

Annemarie Schwarzenbach
Annemarie Schwarzenbach, am 23. Mai 1908 in Zürich geboren, will zuerst General, Pianistin oder Tänzerin werden und entscheidet sich dann für das Schreiben. Sie studiert Geschichte in Zürich und Paris und publiziert mit 23 ihren ersten Roman.
Mit den Kindern von Thomas Mann, Erika und Klaus, ist Annemarie Schwarzenbach eng befreundet und teilt ihre antifaschistische Haltung. Mit der eigenen Familie, einer der reichsten des Landes, die Hitlers wahre Natur lange Zeit verkennt, gerät sie in schwere Konflikte.
Bis 1933 lebt sie als freie Schriftstellerin in Berlin, danach wird sie eine „unheilbar Reisende“. In weniger als 10 Jahren fährt sie vier Mal nach Persien, vier Mal in die USA, mehrmals durch ganz Europa und 1939 in Begleitung von Ella Maillart in einem Ford von Genf bis nach Kabul. Zwei Jahre später bricht sie auf in den Kongo. Über 300 Reisefeuilletons und mehrere tausend Fotos dokumentieren das ruhelose Leben dieser modernen Nomadin. In die Heimat kehrt sie immer wieder zurück, sei es in ihr geliebtes Sils im Engadin oder in eine der zahlreichen Schweizer Privatkliniken, wo sie sich vom Morphium zu befreien sucht. 1942 stirbt sie mit 34 Jahren in Sils im Engadin.

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Artikel Buch (Roman)  
Sprache Deutsch  
Jahr 2008  
Seiten 76  
Format Leinen-Einband (Ln)  
ISBN 978-3-0369-5523-0  
EAN 9783036955230  
Verlag Kein & Aber  

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