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Engadin - Ein Lesebuch
Jürg Amann, Anna Kurth
Das Engadin, seit dem 19. Jahrhundert ein Ort der Ruhe und
kreativen Unruhe für Dichter und Künstler, wird in dieser klugen
Auswahl von Zeugnissen berühmter Engadin-Besucher mehr als lebendig.
Ein Lesebuch, ein Ferienbuch für alle, die dieses einzigartige
Schweizer Hochtal in Graubünden erkunden wollen.
Pressestimmen
Was will man schon einwenden gegen Anna Kurth und Jürg Amann,
wenn sie und er im Engadin fast zu Hause sind und sich obendrein
durch sachkundige Übertragungen aus dem Rätoromanischen verdient
gemacht haben. So wird sich auch Robert Musil, wenn er denn
noch leben würde, die Schelte über den "Mann ohne Eigenschaften"
gefallen lassen müssen, weil er "Das Engadin! Das weltberühmte
Engadin! Das Engad-Inn, meine Liebe! Haben Sie schon je daran
gedacht, daß dieses ganze Engadin vom Worte Inn kommt?!",
nach Ansicht der Herausgeber "so falsch wie nur irgend
etwas" etymologisiert. Weil für Anna Kurth und Jürg Amann "überhaupt
vieles falsch ist, was über das Engadin, nicht nur in der Literatur,
aber gerade auch da, in Umlauf gesetzt worden ist, ob es sich
dabei nun um linguistisch, geographisch, topographisch oder
anderweitig abenteuerliche Fiktionen handelt", haben sie
sich, natürlich im berühmten Sils-Maria, hingesetzt und für
drei Abteilungen literarische Texte ausgewählt, die das Engadin
nun ins rechte Licht rücken. Was von Conrad Ferdinand Meyer
über Hermann Hesse, Marcel Proust, Karl Kraus, Ernst Bloch,
Theodor W. Adorno bis hin zu dem für das Engadin unverzichtbaren
Friedrich Nietzsche aufgeboten wird, spricht für sich und für
eine Landschaft, die zu allen Zeiten ihre Liebhaber gefunden
hat. Ob nun die Nachsilbe "-in" oder die Vorsilbe "En-"
dem Tal seinen Namen gegeben hat, spielt dabei fast gar keine
Rolle. Anna Kurth und Jürg Amann könnten jedenfalls mit den
versammelten Texten neue Freunde für die Gegend finden. Eine
sinnvolle Ergänzung zu dem ohnehin dünnen Angebot an Reiseführern
ist dieses Arche-Buch allemal. (FAZ.de, hph, 01.08.1996)
Jürg Amann
Jürg Amann, geboren 1947 in Winterthur, lebt in der Nähe von
Zürich. Jürg Amann hat Germanistik, Europäische Volksliteratur
und Publizistik in Zürich studiert.
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